Mauerwerk im Hausbau: Ein Leitfaden für Bauherren
Beim Hausbau ist das Mauerwerk ein zentrales Thema, das besondere Aufmerksamkeit verdient. Unter dem Punkt Mauerwerk finden Sie in der Regel die Wandaufbauten beschrieben. Hier sind einige wichtige Aspekte, die Sie bei der Planung und Umsetzung Ihres Bauprojekts beachten sollten.
Material und Dämmung
Das Hintermauerwerk kann aus verschiedenen Materialien bestehen, darunter Ziegel, Kalksandstein oder Porenbeton. Die Wahl des Materials beeinflusst die Eigenschaften der Wände hinsichtlich Tragfähigkeit, Schallschutz und Wärmedämmung. Bei zweischaligem Mauerwerk, das aus einer tragenden Innenschale und einer vorgesetzten Außenschale besteht, wird eine Zwischendämmung integriert. Diese Dämmung variiert in der Dicke, meist zwischen 12 und 16 Zentimetern. Ein einschaliges Mauerwerk mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) erhält ebenfalls eine äußere Dämmung, oft 16 Zentimeter oder mehr, um den aktuellen Energiestandards gerecht zu werden.
Egalisierungsanstrich
Ein wichtiger Punkt bei der Dämmung mit WDVS ist der Egalisierungsanstrich. Dieser sorgt dafür, dass die Fassade Ihres Hauses auch nach einem Jahr noch strahlend weiß bleibt und nicht durch Witterungseinflüsse oder in der Nähe stehende Bäume verfärbt. Beim zweischaligen Putzmauerwerk gilt dies ebenfalls. Ein Egalisierungsanstrich ist eine lohnende Investition, um die Optik und den Schutz der Fassade langfristig zu sichern.
Verblendete Gebäude
Bei verblendeten Gebäuden spielt der Steinpreis eine wichtige Rolle. In der Baubeschreibung finden Sie oft den Preis pro 1.000 Stück Steine. Ein Preis von 950 € pro 1.000 Steine ermöglicht Ihnen eine breite Auswahl an hochwertigen Verblendsteinen. Ist der Preis niedriger, beispielsweise 650 €, ist die Auswahl eingeschränkt. Bei einem Haus mit 150 m² Wohnfläche benötigen Sie etwa 10.000 Steine.
Mehrkostenberechnung:
Wenn Sie sich für einen Stein entscheiden, der 980 € pro 1.000 Stück kostet anstatt der in der Baubeschreibung angegebenen 950 €, bedeutet das 10 x 30 € = 300 € Mehrkosten.
Falls in der Baubeschreibung nur 650 € pro 1.000 Stück angegeben sind und Sie einen Stein für 980 € wählen, betragen die Mehrkosten 10 x 330 € = 3.300 €.
Wichtig ist hier auch die Frage: Werden günstigere Steine genauso vergütet? Oftmals steht in der Baubeschreibung: „Der Materialpreis für den Verblender ist bis 950 € pro tausend Stück enthalten“. Das bedeutet, es gibt bei einer preiswerteren Auswahl strenggenommen nichts zurück.
Innenwände und Geschosshöhen
Auch die Materialien für die Innenwände sind in der Baubeschreibung aufgeführt. Kalksandstein ist beispielsweise für seinen guten Schallschutz bekannt, aber in der Verarbeitung teurer als andere Materialien. Die Geschosshöhen werden oft als Rohbauhöhe angegeben. Für einen höheren Wohnkomfort ist eine Rohbauhöhe von 2,75 m empfehlenswert, was eine fertige Höhe von 2,55 m ergibt. Dies kann jedoch zusätzliche Kosten von 3.000 € bis 5.000 € verursachen.
Tipps zur Planung und Kostenkontrolle
Ein wichtiger Tipp ist, schon zu Beginn der Planungsphase genau hinzuschauen und potenzielle Mehrkosten einzukalkulieren. Dies vermeidet unangenehme Überraschungen und hilft Ihnen, das Budget besser im Griff zu behalten. Regelmäßige Baustellenbesuche und Kontrollen durch unabhängige Experten können dabei helfen, die Bauqualität sicherzustellen und Kostenfallen zu vermeiden.
Fazit
Die Wahl des richtigen Mauerwerks und die sorgfältige Planung der Wandaufbauten sind entscheidend für den Erfolg Ihres Bauprojekts. Mit einer detaillierten Baubeschreibung, die alle wichtigen Aspekte abdeckt, und der Unterstützung durch erfahrene Bauberater wie Thomas Brendel, können Sie sicherstellen, dass Ihr Hausbau reibungslos und ohne unerwartete Kosten verläuft. Nutzen Sie die digitale Bauberatung von Thomas Brendel, um Ihre Bauprojekte effizient und stressfrei zu gestalten.
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